Ausgegraben – Evolution Skateboarding

Heute geht es um ein Spiel, welches bei vielen schon in Vergessenheit geraten ist und überhaupt wenig Bekanntheit genoss. Es ist im Schatten seines großen Konkurrenten bis heute nur wahren Kennern und Fans im Kopf geblieben ist. Ein Grund, es wieder auszugraben. Evolution Skateboarding.

Evolution Skateboarding - Header

Anfang des Millenniums löste das Skatespiel Tony Hawk’s Pro Skater 2 einen regelrechten Hype aus und verhalf neben anderen Faktoren dem Skateboarding wieder zu mehr Anerkennung und Popularität. Für viele war das erst der Grund, mit dem Rollen anzufangen.
Ich zockte es damals auch immer bei einem Kumpel und war ziemlich geflasht. Das war wahrscheinlich einer der ersten Momente in meinem Leben, in denen ich so richtig realisierte, was Skaten überhaupt ist. An Ostern 2002 bekam ich es dann für den PC. Ein Jahr später fing ich selber mit dem Rollen an. Es war allerdings die glückliche Situation, dass ich selber mal aufs Brett durfte, die mich dazu brachte, anzufangen. Thps 2 hingegen hatte dabei nur einen kleinen Einfluss.
Dann, als wieder ein Jahr vergangen war, stießen wir auf das etwas andere Skategame – Evolution Skateboarding.
Es brachte einige frische Ideen mit sich, kopierte aber wiederum wesentliche Spielfeatures der Thps-Reihe. Dennoch hatte es seinen eigenen Charme. Neue Pros wie Mark Appleyard, Danny Way, Kerry Getz, Rick McCrank; die Bosskämpfe; der Soundtrack und ein Kommentator sorgten für Einzigartigkeit.

 

Evolution Skateboarding - GameplayNeu erfand man das Rad in Sachen Spielmodi allerdings nicht. Gerade in Zeiten, in denen Neversoft bereits mit Tony Hawk’s Underground brillierte, kam die Präsentation von EVO recht veraltet rüber.
Verfügbar waren die üblichen Verdächtigen: Karriere/Arcade, Contest, Free Run, Edit und ein leider schwacher Multiplayer. Recht frisch kam da der Challenge Modus. Hier mussten kleine Missionen, sprich einzelne Trickvorgaben, Combos oder Sammelaufgaben, erledigt werden. Dies eignete sich ganz gut zum Einstieg ins Spiel. Denn der war dringend nötig.
Die Steuerung nämlich erwies sich als größere Hürde. Denn die war zumeist gewöhnungsbedürftig und macnhmal ungenau. Um pushen zu können musste man zum Beispiel permanent das Steuerkreuz nach oben drücken. Auch umgekehrt war das Anhalten und Stehen bleiben im richtigen Moment eine Sache für sich. Hatte man sich aber einmal reingefunden, gingen die Tricks gut von der Hand.

 

Ganz lustig war auch der Kommentator, der die gestandenen Tricks aufzählte und zu fast allem seinen Senf abgab. Bei höheren Combos, kam es auch mal vor, dass er komplett ausrastete:

Da Evolution aus dem Hause Konami stammte, waren auch freischaltbare Charaktere, Level und Songs aus dem Metal Gear Solid- und Castlevania-Universum vertreten. So konnte man zum Beispiel mit Solid Snake auf der Bohrinsel Überwachungssonden kaputt flippen, während im Hintergrund die rockige Version des Main-Themes dudelte.
Einmalig waren auch die Bosskämpfe, die im Genre bis heute seinesgleichen suchen. Denn wo sonst muss man Riesenspinnen, Vampire und Panzer mittels Grind ins Jenseits befördern?

SpinnenkillIm Endeffekt bleibt zu sagen, dass gerade all diese kleinen „Patzer“, wie der übertriebene Kommentator, die teils unfaire Steuerung und kleine Schwächen hier und da, das Spiel doch irgendwie sympathisch machten.

 

Evolution Skateboarding - VideoclipsNachdem man dann nun den Storymodus in den bunt gemischten Levels (u.a. Tokio, Philly, Wild West und Schneeland) erledigt hatte, wurden neben neuen Charakteren zur Belohnung die obligatorischen Videoclips des jeweiligen Pros freigeschaltet. Wenn man selber skatet, freut man sich darauf ja immer am meisten.

zur PlaylisteDie Clips sind kurz gehalten, dafür aber recht gut anzuschauen. Zu sehen gibt es die qualitative Footage aus den damals aktuellen Firmenvideos, wie üblich unterlegt mit den Songs aus dem Spiel.

 

Evolution Skateboarding - SoundtrackZwar wird man beim Spielen von Evolution Skateboarding nur von einer Hand voll Tracks begleitet, diese sind dafür aber verschiedenartigen Genres und reichen von Agent Orange, über Cky und Primus, bis Peanut Butter Wolf.

zur PlaylisteDie hauseigenen Menü-Songs sind ebenfalls einladend, tragen zur Stimmung bei und fangen sogar recht gut den Spirit der damaligen Zeit ein.

Dieser Beitrag wurde unter Ausgegraben abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s